Tierarzt, Medikamente und Operationen

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Tierarzt, Medikamente und Operationen

Beitragvon Kathrin » 03.01.2006 19:01

Leider kann es auch immer wieder einmal vorkommen dass unsere kleinen Lieblinge krank werden.
Sobald Sie erste Anzeichen bemerken, warten Sie bitte nicht auf eine Antwort aus dem Forum sondern gehen Sie sofort zum Tierarzt!
Ein Tag kann oft schon über Leben und Tod entscheiden.
Zudem ist es sehr schwer eine genaue und richtige Ferndiagnose zu stellen.

Der richtige Tierarzt

Bei der Wahl des richtigen Tierarztes müssen Sie einiges beachten.
Leider kennen sich nicht alle Tierärzte ausreichend gut mit Kleintieren aus.
Deshalb fragen Sie den Tierarzt bitte direkt ob er sich mit Farbmäusen ausreichend auskennt.
Zudem sollten Sie darauf achten das der Tierarzt Sie genau aufklärt und ihnen erklärt welche Krankheit das Tier hat und wie Sie sie mit welchen Medikamenten behandeln können.
Haben Sie das Gefühl der Tierarzt hat ihr Tier nicht ausreichend untersucht und stellt vorzeitig eine Diagnose so suchen Sie lieber einen anderen Tierarzt auf.

Der Tierarztbesuch

Am besten geeignet für den Transport zum Tierarzt ist eine handelsübliche Transportbox für Kleintiere.
Geben Sie einfach etwas Streu und einen kleinen Unterschlupf sowie etwas Futter hinein.
Bitte nehmen Sie das erkrankte Tier nicht alleine mit.
Sollten Sie eine große Gruppe haben reicht es wenn Sie ein oder zwei Tiere dieser Gruppe als Begleitung mitnehmen.
Bei einer kleinen Gruppe könne ruhig alle Tiere mitgenommen werden, damit keines alleine zuhause bleiben muss.
Ein Tierarztbesuch bedeutet für ein Maus Stress, womöglich hat sie sogar Angst.
Die anderen Tiere geben ihr dann Sicherheit und Geborgenheit.
Wenn alle Tiere gut untergebracht sind geben Sie bitte noch ein Handtuch über die Box.
Gerade in der kälteren Jahreszeit schütz es vor Zug und zudem dunkelt es die Box ab und die Tiere fühlen sich wohler.
Sollte es sehr kalt draußen sein wärmen sie zusätzlich mit einer Wärmflasche die Box von außen.
Im Sommer sollten Sie natürlich auf das Handtuch verzichten oder ein kleines dünnes Tüchlein nehmen.
Bitte achten Sie dann auch darauf das die Tiere nicht der Sonne ausgesetzt werden oder durch ein offenes Fenster während der Fahrt Zug bekommen.

Medikamentengabe   

Wenn Sie für die weitere Behandlung ihres Tieres ein Medikament mitbekommen haben stellt sich jetzt natürlich die Frage wie Sie es verabreichen sollen.
Freiwillig nehmen die wenigsten Tiere die Medikamente ein.
Die meisten Medikamente für Farbmäuse sind oft Tropfen oder Pasten.
Bitte versuchen Sie erstmal ihrem Tier die Medikamente "unterzuschmuggeln" bevor sie es ihnen direkt mit der Spritze ins Mäulchen geben.
Das bedeutet für die Tiere nämlich unglaublichen Stress.
Als sehr erfolgreich hat es sich erwiesen die Medikamente mit etwas sehr schmackhaften zu vermischen.
Probieren Sie im Vorraus was ihrem Tier gut schmeckt.
Geeignet sind zum Beispiel Früchtemus oder Quark.
Bei Antibiotika sollten Sie jedoch keine Milchprodukte zum mischen nehmen.
Eine weitere Möglichkeit wäre das Medikament direkt auf die Nase oder die Flanke des Tieres zu tropfen.
Das Mäuschen wird sich putzen und den Wirkstoff so aufnehmen.

Solten Sie eine Salbe mitbekommen haben, müssen Sie erstmal die Maus aus dem Gehege nehmen.
Bitte fassen Sie das Tier hierfür nicht am Schwanz sondern nehmen Sie z.B. eine Toilettenrolle in die Sie das Tier hineinlaufen lassen
um dann die Seiten zuzuhalten und es so rauszuheben.
Nehmen Sie das Tier anschließend auf die Hand und tragen die Salbe auf.
Setzen Sie das Tier nicht sofort wieder zurück, da es sich sonst die Salbe abschlecken würde bevor der Wirkstoff eingezogen wäre.

Operationen

Leide kommt es auch hin und wieder vor das Sie ihr Tier operieren lassen müssen.
Es ist sehr wichtig das Sie hierbei einige Dinge beachten.
Lassen Sie sich bitte nicht erzählen das Sie dem Tier vor der OP kein Futter geben dürfen.
Farbmäuse können nicht erbrechen, daher wäre diese Ausnüchterung absolut unnötig.
Außerdem muss darauf geachtet werden dass das Tier nach der OP warm gehalten wird, da der Kreislauf während dieser Zeit sehr instabil ist
Nehmen Sie sich also eine Wärmflasche oder ein Körnerkissen mit.
Zuhause angekommen sollte das Gehege bereits gesäubert und mit Küchenpapier oder Toilettenpapier ausgelegt sein um eine Infektion zu verhindern.
Etwa eine Woche sollte das Mäuschen auch noch kein Streu bekommen.
Bitte trennen Sie das Tier nach einer OP nicht von seinem Rudel.
Es braucht seine Artgenossen und eine Trennung wäre absolut unnötig und stressig.
Zuletzt geändert von Kathrin am 03.01.2006 19:05, insgesamt 1-mal geändert.
Kathrin
 

Re: Tierarzt, Medikamente und Operationen

Beitragvon sirius » 05.01.2006 21:23

hej...

ich hätte noch ein paar kleine Tips,... ;)

bitte niemals die Medikamente direkt ins Maus tröpfeln, außer im äußersten Notfall! es kommt vor, daß angeschlagene Tiere durch den Schock sterben... ist mir schon passiert, war gar nicht schön! Die Tiere verschlucken sich, oder kollabieren ganz einfach ..... ich werde diesen Anblick nie vergessen udn das passiert auch sehr erfahrenen Haltern und Ärzten! mein TA warnt immer davor...!

ansonsten hat kathrin recht, AB nie mit MIlchprodukten kombinieren, aber es gibt eine AUsnahme: Sahne!

Sahne vermindert den AB-Wirktstoff nicht! Baytril, etwas Zucker und Sahne mischen! das fressen die meisten Tiere! auch mit Nutri-Cal klappt das gut!

wenn man das AB direkt aufs Tier streicht wird es mit der Dosierung extrem schwierig, weil man nicht weiß, wieviel das Tier ins Fell verputzt und wieviel es frisst!

besser ist hier das AB mit Nutri-Cal zu mischen, es dem Tier auf den Hintern zu schmieren und das Tier dann auf ein völlig fremdes Gebiet zu setzen mit einem Haus das es kennt!
das Tier wird zu allerst in  das Haus rennen und sich putzen! das ist wie ein Zwang! dabei wird das Nutri-Cal und das AB gut aufgenommen!

viele Grüße
sirius
Hoppe, Hoppe, Reiter ...und kein Engel steigt herab... mein Herz schlägt nicht mehr weiter ...
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