Tödlicher Unfall mit Orca im Seaworld in Florida

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Tödlicher Unfall mit Orca im Seaworld in Florida

Beitragvon Kirstin » 26.02.2010 15:47

Im SeaWorld in Florida hat ein Orca/Schwertwal eine Trainerin getötet. Davor hatte er schon einen weiteren Trainer und einen Zuschauer getötet.

Schwertwale sind genau so erfolgreiche Jäger der Meere wie Haie. Sie haben allerdings ein anderes Image, weil sie unserem Auge mehr gefallen. Sich einem solchen Beutegreifer z. B. aufs Maul zu setzen oder ihm den Bauch zu kraulen ist meiner Ansicht nach lebensmüde.

Ich habe es schon immer schlimm gefunden, dass Menschen Spaß daran haben, stolze und schöne Tiere wie Löwen, Bären oder Meeressäuger in dummsinnigen Dressuren im wahrsten Sinne des Wortes zum Affen zu machen. Die Tiere sind am schönsten, so wie sie sind.

Dass einige jetzt danach rufen, das Tier aus seiner Gruppe zu entfernen und ins Meer zu setzen, ist ebenfalls dumm. Das Tier lebt seit 27 Jahren in Gefangenschaft. Er wird im Meer wahrscheinlich nie mehr Anschluss an eine andere Gruppen finden. Ein Aussetzen ins Meer, vielleicht noch abgetrennt mit einem Netz von der Freiheit, würde ewige Einsamkeit für dieses hoch soziale Tier bedeuten. Man kann Tiere, die man der Natur entnommen hat, in der Regel nicht so einfach wieder zurück setzen. Auch der Orca, der für den zynisch anmutenden Filmtitel "Free Willy" verwendet wurde, ist bei einem solchen Experiment gestorben.

Liebe Grüße
Kirstin

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Schwertwal bleibt nach Tötung seiner Trainerin in SeaWorld
26.02., 13:29 UhrTierschützer werfen Management Profitdenken vor
Obwohl er für den Tod seiner Trainerin verantwortlich ist, soll Schwertwal Tilikum im Freizeitpark SeaWorld in Florida bleiben. "Tilikum bleibt bei uns. Wir werden die Sicherheitsvorkehrungen verschärfen und im künftigen Umgang mit ihm sehr vorsichtig sein, aber wir werden ihn nicht von seiner Familie trennen", sagte der für die Wal-Shows zuständige SeaWorld-Manager Chuck Tompkins. Er betonte, der Orca sei an das Leben mit seinen sieben Artgenossen gewöhnt. Ob er auch wieder an Shows teilnehmen wird, ließ Tompkins offen.
Das fast sieben Meter große und 5,4 Tonnen schwere Tier hatte am Donnerstagmittag während der öffentlichen Fütterung im Themenpark von Orlando seine Trainerin Dawn Brancheau plötzlich geschnappt und sie mit sich ins Becken gezogen. Nach Angaben der Gerichtsmediziner erlitt Brancheau eine Reihe schwerster Verletzungen, bevor sie ertrank. SeaWorld-Mitarbeiter berichteten, der Orca sei danach so aggressiv gewesen, dass die Retter ihn erst in ein kleineres Becken lotsen und auf eine Hebebühne hieven mussten, um die Leiche der 40-jährigen Dompteurin aus seinem Maul bergen zu können.
Der Orca-Bulle lebt seit fast 27 Jahren in Gefangenschaft. Bereits vor dem tödlichen Angriff auf Brancheau soll er für den Tod eines weiteren Trainers und eines nächtlichen Besuchers verantwortlich sein. Schon vor dem tragischen Vorfall am Donnerstag durften seine Trainer nicht mit ihm im Becken schwimmen.
Tierschützer kritisierten die Entscheidung von SeaWorld. Der ehemalige Delfin-Trainer und Aktivist Russ Rector warf dem Management vor, den Schwertwal aus reinem Profitdenken behalten zu wollen. "Er ist Millionen von Dollar wert", nicht zuletzt auch als Zuchttier, sagte Rector. "Und er wird weiter töten", warnte der Walschützer: "Wäre Tilikum eine Raubkatze oder ein Bär, hätten sie ihn schon längst eingeschläfert". Naomi Rose von der Tierschutzorganisation The Humane Society forderte, den Orca in einen eingezäunten Bereich ins Meer zu bringen. Für die riesigen Tiere sei ein Aquarium so, als müssten sie "in einer Badewanne" leben.
© afp
Quelle und Lin zur Meldung: http://www.berlinonline.de/aktuelles/na ... 33.2f1.php
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